Finanzamt 2026: Diese Fehler fallen jetzt schneller auf

Homeoffice-Pauschale 2026: Das prüft das Finanzamt jetzt besonders genau

Die Homeoffice-Pauschale rückt ab 2026 stärker in den Fokus der Finanzämter. Zwar bleibt die gesetzliche Regelung unverändert, doch die Prüfpraxis wird deutlich strenger. Wer Homeoffice-Tage in der Steuererklärung angibt, sollte jetzt genauer hinschauen – und besser dokumentieren.

Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale 2026?

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • 6 Euro pro Homeoffice-Tag

  • Maximal 1.260 Euro pro Jahr

  • Kein separates Arbeitszimmer erforderlich

Gesetzlich hat sich daran nichts geändert. Neu ist jedoch, dass das Finanzamt diese Angaben nicht mehr pauschal akzeptiert, sondern stärker auf Plausibilität prüft.

Ab 2026 entscheidend: das Überwiegenskriterium

Ein zentraler Prüfpunkt ist das sogenannte Überwiegenskriterium. Die Homeoffice-Pauschale darf nur angesetzt werden, wenn:

👉 mehr als die Hälfte des Arbeitstages zu Hause gearbeitet wurde

Gerade bei hybriden Arbeitsmodellen (Homeoffice + Büro am selben Tag) wird das kritisch. Wer morgens im Homeoffice arbeitet und später ins Büro fährt, kann den Tag nicht automatisch als Homeoffice-Tag abrechnen.

Ab 2026 gilt:
Grobe Schätzungen reichen nicht mehr.
Bei Rückfragen will das Finanzamt konkret wissen:

  • an welchen Tagen im Homeoffice gearbeitet wurde

  • ob und wann das Büro aufgesucht wurde

  • wie der Arbeitstag zeitlich aufgeteilt war

Homeoffice oder Büro? Die neue Entfernungspauschale ändert alles

Parallel zur strengeren Prüfung der Homeoffice-Pauschale gibt es eine zweite große Änderung: die neue Entfernungspauschale ab 2026.

Neue Regel seit 1. Januar 2026:

  • 38 Cent pro Kilometer

  • ab dem ersten Kilometer

  • keine Staffelung mehr

Damit ist die frühere Regelung (30 Cent für die ersten 20 Kilometer) endgültig passé.

Wichtig: Pro Arbeitstag nur eine Pauschale

Ein häufiger Fehler in der Steuererklärung:

👉 Pro Arbeitstag darf nur eine Pauschale angesetzt werden

  • entweder Homeoffice-Pauschale

  • oder Entfernungspauschale

Durch die erhöhten 38 Cent lohnt sich der Bürotag steuerlich jetzt früher als früher – besonders bei kurzen und mittleren Arbeitswegen.

Rechenfrage 2026: Wann ist das Büro günstiger als Homeoffice?

Die neue Abwägung lautet:

  • Homeoffice: pauschal 6 € pro Tag

  • Büro: 38 Cent × einfache Entfernung

Schon ab rund 8 Kilometern Arbeitsweg kann der Bürotag steuerlich attraktiver sein als ein Homeoffice-Tag. Wer flexibel arbeiten darf, sollte 2026 nicht mehr automatisch Homeoffice eintragen, sondern bewusst vergleichen.

Ein zusätzlicher Faktor:
Die Homeoffice-Pauschale wurde nicht an die Inflation angepasst, die Entfernungspauschale dagegen deutlich erhöht. Auch das verschiebt die Rechnung zugunsten des Bürotags.

Finanzamt 2026: Dokumentation wird wichtiger denn je

Ein klarer Trend für 2026:

👉 Das Finanzamt prüft weniger nach Kulanz und mehr nach Plausibilität.

Homeoffice-Tage, Arbeitsweg und Arbeitsplatzsituation werden stärker miteinander abgeglichen. Wer:

  • Homeoffice- und Bürotage sauber trennt

  • einfache Aufzeichnungen führt

  • weiß, was an welchem Tag angesetzt wurde

hat nichts zu befürchten. Wer widersprüchlich oder ungenau angibt, riskiert Rückfragen, Kürzungen oder Streichungen.

Häusliches Arbeitszimmer: Auch 2026 nur selten anerkannt

Beim häuslichen Arbeitszimmer bleibt alles beim Alten – und weiterhin streng:

  • Nur abzugsfähig, wenn es der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist

  • Gibt es beim Arbeitgeber einen nutzbaren Arbeitsplatz, wird dieser Mittelpunkt meist verneint

In diesen Fällen bleibt ausschließlich die Homeoffice-Pauschale – und genau diese wird nun genauer geprüft.

Fazit: Homeoffice 2026 richtig nutzen und Fehler vermeiden

Auch wenn sich gesetzlich wenig geändert hat, fühlen sich die Steuern 2026 deutlich strenger an. Der Grund ist nicht neues Recht, sondern eine konsequentere Prüfung durch die Finanzämter.

Wer vorbereitet ist, bewusst zwischen Homeoffice und Büro abwägt und sauber dokumentiert, spart nicht nur Steuern, sondern auch Zeit, Nerven und Rückfragen.

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